Abnahmegrafik

Samstag, 24. Juli 2010

Turbo-Termin

Gestern war ich wieder in der Praxis meiner Ärztin. Heidi hatte ihren OP-Vorbereitungs-Termin und ich sollte einen Check-Up haben, was auch immer das sein würde. Wir hofften, wir würden auch den OP-Termin erfahren, und beide am selben Tag operiert werden. Heidi musste auch gleich zum Blut abnehmen und die Untersuchungen über sich ergehen lassen. Sie kam danach zu mir und sagte, das wir zwar den Termin noch nicht erfahren, die Arzthelferin aber gesagt habe das es in jedem Fall noch August würde. Ich bekam mit, wie eine Frau am Tresen über Lungenröntgen sprach. Also ließ ich mir auch noch einen Überweisungsschein für das Lungenröntgen geben, das wurde bei mir noch garnicht gemacht. Außerdem unterhielt ich mich dann noch mit der Dame am Tresen über Krankschreibung und ob ich vor der OP nochmal hinkommen müsse. Es hieß ich solle erst wieder kommen am Tag der Entlassung. Irgendwie kam es dazu das ich sagte, es wäre doch sehr zermürbend das man immer hofft den Termin zu erfahren und doch wieder ohne nach Hause geht. Das ich vor einem Monat meine Zusage bekam und noch immer nicht wüsste wann ich operiert werden würde. Sie tippte was am PC und sagte dann das da aber drin stünde, das ich immer Zeit habe, ob ich das nicht gesagt hätte? Doch, versuchte ich zu erklären, das habe ich gesagt, und das ist auch so, ich wüsste einfach nur gerne wann, ich habs ja nicht eilig, ob nun August oder September wäre ja egal. Sie sagte das die Ärztin die Termine immer einen Monat im Voraus planen würde, es also August nicht mehr werden würde. Da stutze ich, weil ja eine andere Kollegin zu Heidi gesagt hatte es würde für uns in jedem Fall noch im August so weit sein. Als ich das aussprach, lief sie kurz ins Sprechzimmer, kam dann wieder mit einem Hefter und einem Zettelchen daran, und sagte dann mein Termin sei am 27.7., nächste Woche.
In dem Moment begriff ich nicht mal das es nurnoch 4 Tage waren bis dahin. Ich stand nur da und war baff. Im Kopf die Fragen: Lungenröntgen? Flüssigphase? ...
Aber auch die Gedanken das es einfach ideal wäre, da meine Kinder an dem Morgen da ich dort stand gerade ihre Fahrt zu den Großeltern aufs Land antraten um 2 Wochen dort zu bleiben. Ende August oder Anfang September wäre Schule und alles wäre etwas komplizierter für uns. Also stand ich kurz nur da und staunte. Ich glaube ich habe auch gefragt ob das wirklich ein Termin für Mitte sei. Jedenfalls kam dann Heidi dazu und sagte, das wir ja am selben Tag operiert werden wollten und das sie aber noch keine Magenspiegelung gemacht habe und auch kein Lungenröntgen. Die Arzthelferin ging wieder ins Sprechzimmer, kam kurz darauf wieder und sagte uns, das es mit dem selben Tag nix würde für uns, aber Heidis Termin sei am 29., das ist ja auch recht zeitnah. Sie schrieb Heidi einen Zettel mit den Terminen und erklärte ihr, das ihre Magenspiegelung am Montag im Krankenhaus gemacht werden würde, sie dort gleich anrufen würde um einen Termin dafür ab zu sprechen. Dann begann sie mir den Zettel zu schreiben. Ich fragte nach dem Lungenröntgen, das würde wohl auch in der Klinik gemacht werden. Eine zweite Dame kam dazu und sah auf den Bildschirm, begann dann nach einem Papier zu suchen. Sie fragte ob der Termin für DRK-Berlin Mitte sei, was die Erste bejahte, zog ein Papier aus einer Mappe und trug darauf den OP-Termin und den Einweisungstag ein. Das Papier wurde dann in den Hefter mit eingeheftet. Den bekam ich dann, und sie erklärte mir das sei mein Check-up, und der Hefter sei für die Klinik. Aha. Sie fragte mich, ob ich alles habe, mir fiel ein das ich die Einweisung noch nicht hatte und sie druckte sie aus. Ich steckte sie ein und wir verließen die Praxis.
Wir konnten es nicht fassen, was war das denn? So kurzfristig! Aber wir hatten beide ein supergutes Gefühl dabei. Wir entschieden uns, uns in der Apotheke die mit der Praxis Rosenthal zusammen arbeitet wegen der Vitamin Tabletten informieren zu lassen und liefen hin. Dort wurden wir ganz super beraten, die nette Apothekarin hat uns sogar alles aufgeschrieben, falls wir versuchen wollten die Sachen woanders günstiger zu bekommen. Wow. Ich entschied mich, den ganzen Stapel gleich mit zu nehmen, nach der OP würde ich bestimmt keine Lust haben in einer Apotheke zu stehen und nochmal alles zu erklären. Zu dem Eiweiß-Drink-Pulver gab es einen Shaker gratis dazu.
Als ich meinem Mann am Telefon erzählte, das ich am Dienstag operiert werden soll, sagte er: Waaas? Heute ist Freitag!
Meine flüssig-Phase dauert also nun keine 2 Wochen, sondern 2 Tage. Ich hatte mir so viele Gedanken gemacht wegen meinen Nieren, ob diese Ketose vielleicht schaden könnte. Nun bin ich drum herum gekommen. Hoffentlich geht trotzdem alles gut.
Heute habe ich mir eine Liste gemacht was ich mitnehmen möchte ins KH, und noch ein paar Kleinigkeiten wie Zahnpasta, Zahnbürste und Shampoo besorgt. Ich habe mit Freundinnen telefoniert und es kommt mir vor als wäre der gestrige Tag schon lange her. Morgen werde ich gemütlich packen.
Am Montag muss ich um 8h in der Klinik anrufen, wann ich da sein soll. Steht so auf dem Papier in meinem Hefter. Da kann ich dann auch gleich nachfragen ob ich wirklich dort meinen Termin habe. Ich habe zwar gehört wie sie Mitte gesagt hat, und auf dem Papier im Hefter steht auch Mitte, aber auf der Einweisung steht DRK-Berlin Köpenick. Ich hab das bei der Krankenkasse bemerkt, wo ich die Einweisung abstempeln lassen musste. Natürlich ging bei Dr. Rosenthal keiner ans Telefon. Ich habe im Krankenhaus DRK-Mitte angerufen und man (bzw. Frau) sagte mir, das sei egal, die Einweisung sei trotzdem gültig. Aber ich möchte sichergehen, das ich auch wirklich da hin muss, anrufen muss ich eh. Das konnte man mir heute nicht sagen, die Zuständigen sind am Wochenende nicht da.
Was mir auch noch aufgefallen ist, in dem Hefter ist so eine Liste zum ankreuzen, und laut der habe ich ausser Wirbelsäulen-Problemen nix weiter. Mein Lungentest ist angekreuzt, bei Medikamenten steht nix. Dabei habe ich der Frau die den Test gemacht hat noch erzählt das ich allergisches Asthma habe und regelmäßig Medikamente nehme. sie meinte ich solle das mitnehmen ins Krankenhaus. Meine Nierenprobleme sind nicht erwähnt und auch meine Schilddrüsen-Probleme nicht. Ich habe da diverse Knoten, ein Autonomes Adenom und einen kalten Knoten (ist alles unter Beobachtung usw.). Ich glaube das sollte da aber drin stehen in meinem Hefter...
Also habe ich Heute sämtliche Unterlagen zusammen gesucht die ich hier habe über meine Problemchen, sind nicht viele, und die werde ich kopieren und in einer Mappe in den Hefter mit rein legen. Kann ja nicht schaden.
So ich bin gespannt auf Montag, als nächstes schreibe ich hier inscha-allah meinen OP-Bericht.

Donnerstag, 8. Juli 2010

neues Etappenziel ist gesteckt...

Heute hatte ich um halb Zehn einen Termin bei meiner Ärztin. Die OP-Vorbereitung wurde wiederholt da die letzte Vorbereitung zu lange zurückliegt. Also Blutabnahme, EKG und Lungenvolumen-Messung. Ultraschall der Galle wurde nicht gemacht, was ich gedacht hatte da ich im Forum von einer anderen Patientin gelesen habe, das es bei ihr gemacht werden sollte, es aber versäumt wurde und sie nun auf Grund von Gallensteinen noch einmal operiert werden muss, was man aber bei der MagenOP mit erledigen hätte können.
Na gut, ich habe keine Schmerzen, anscheinend reicht das aus um so eine Untersuchung für Unnötig zu erklären. Ich denke ich werde dazu nochmal meinen Hausarzt befragen, schaden kann es nicht.
Nach allen Untersuchungen nahm ich wieder im Wartezimmer Platz, und nachdem alle anderen die nach mit kamen dran waren kam ich auch endlich dran (Wartezimmer leer danach).
Meine Fragen waren schnell beantwortet, allerdings ist mir da Einiges immer noch nicht klar.
OP-Termin habe ich nicht erfahren, aber es wird wohl der August werden. Ich werde mich also nun über diese Flüssig-Phase noch gründlich informieren müssen, ich möchte das ganz genau wissen. Keine/wenig Kohlenhydrate, viel Eiweiß, ok, das habe ich verstanden, aber das das absolut kein Problem darstellt das ich Nieren-Schäden habe usw. ist seltsam, hab halt was anderes gelesen. Naja, aber das finde ich schon noch heraus.
Es sieht übrigends so aus als wenn Heidi und ich tatsächlich zusammen einen OP-Termin bekommen, Frau Doktor war da offen für und hat zugesagt, mal sehen ob das nicht noch irgendwo im System untergluckert. Meine schriftliche Erklärung zur Zusage der krankenkasse, das ich im DRK Mitte operiert werden möchte und keinerlei Zeitliche Einschrämkungen habe ist ja auch nicht im Computer gelandet. Die Kollegin ist krank, die dafür zuständig ist...
Ich sollte mich wirklich mal bewerben bei Frau Doktor. Telefonieren und PC-tippen kann ich, jawoll ja.
Jedenfalls gehts mir irgendwie jetzt besser und ich bin gespannt auf Morgen, wo Heidi und ich die SHG in der DRK-Klinik in Mitte besuchen, und auch mal einen Blick auf die Klinik werfen wollen dabei.
Am 23.07. habe ich mein nächstes Etappenziel, da habe ich einen Checkup (?wasn das?) Termin, und hoffentlich bekomme ich da meinen OP-Termin.
Die Zeit krieg ich jetzt auch noch rum, bin auch nicht mehr so hibbelig wie direkt nach der Zusage.
Also, weiterlaufen, durchhalten,...

Montag, 28. Juni 2010

einen Schritt weiter

heute bin ich vormittags extra zur praxis meiner ärztin gefahren, um die schriftliche zusage persönlich abzugeben. die praxis war absolut leer bis auf die sprechstundenhilfe und eine patientin die gerade mir dieser sprach. so war ich schnell dran und niemand war da der drängelte, ich konnte also meine fragen stellen. aber leider war die junge frau nicht sehr entgegenkommend. sie schien zu denken ich hätte auch eine ausbildung zur medizinischen assistentin (so heißt das ja wohl heute) gemacht wie sie und wüsste ganz genau wie alles abläuft. mein schriftstück, das ich ihr mit der kopie der zusage überreichte schon sie ungesehen mit den worten "was ist das, das brauchen wir nicht" zurück, und stotternd erklärte ich ihr, das mir die kollegin am telefon gesagt hatte ich könne zwischen 2 krankenhäusern wählen und ich solle auch dazu schreiben wann ich keine zeit hätte. (falls urlaub)
nun überflog sie mit hochgezogenen augenbrauen meinen schrieb, und markierte dann die worte DRK-Klinik Mitte, um mich dann wärend sie das papier mit büroklammer an die kopie der zusage klemmte zu fragen, ob ich nicht nach köpenik wolle. dazu fiel mir kaum etwas zu antworten ein als das das für mich so weit weg sei und ich den Arzt nicht kenne (als ob ich Prof.Dr. Lange je gesehen hätte). aber dann schob ich noch vorsichtig den hinweis nach, das ich doch recht erschrocken war darüber, das schloßparkklinik nicht mehr zur wahl stünde, worauf keinerlei reaktion folgte.
auf meine frage, wann ich wohl den op-termin bekäme, wurde sie fast pampig. na gut ich hab mich wohl nicht so gut ausgedrückt, ich wollte nicht den op-termin wissen sondern wissen wann ich den termin weiß...
jedenfalls bekam ich die antwort das sie ja nicht wissen könne wann das sei, vielleicht im august. ich hab also nochmal gefragt, aber ich hatte mir nun schon ihren zorn zugezogen und bekam nur die auskunft das sie nicht wisse wann frau doktor den op-plan macht, und sie sie ja nicht zwingen könne ihn zu machen. war meine frage so blöd? ich wollte doch nur wissen wie lange man in etwa wartet bis man seinen op-termin weiß. ich hab also ein letztes verzweifeltes mal gefragt ob es also noch ein paar wochen dauern könne bis ich den op-termin erfahre, was sie bejahte.
mein fazit: die junge frau könnte eine kleine schulung in freundlichkeit vertragen.

na gut, also weiter warten, warten, warten, aber irgendwann hat das ja ein ende und ich muss jetzt einfach nur noch geduldig sein, das sollte ich hin bekommen. mein nächstes etappenziel ist also "OP-termin wissen"

stutzig wurde ich heute im adipositas-forum. da ist eine berlinerin, barmer-ersatzkasse, die nach kurzer zeit der information ihren antrag gestellt hat, nach nur 2 wochen eine zusage hatte und das nur kurz vor mir, und sie weiß jetzt schon ihren op-termin (mitte juli), allerdings in köpenik.
die heidi, die ich im forum kennengelernt habe, und die mir in größe, gewicht und alter quasi gleich ist, hatte ihre zusage sogar vor der anderen berlinerin abgegeben. aber heidi möchte auch nicht in köpenik operiert werden. vielleicht ist in köpenik die warteliste nicht so lang.

Samstag, 26. Juni 2010

Wie weiter?

Jetzt hatte ich mein Ziel erreicht. Wie es nun weiter gehen würde wusste ich nicht genau. Zunächst wollte ich meiner Ärztin mitteilen das der Antrag bewilligt ist und erfahren, welche Schritte nun kommen.
Tja
Aber meine Ärztin hat einen hohen Zulauf, da ist viel los, und daher ist es schwer am Telefon durchzukommen. Bei einem Anruf geht gleich ein Anrufbeantworter dran, der einen willkommen heißt und dann soll man die Eins, Zwei oder Drei drücken. Nach dem Drücken der Eins klingelt es 14 mal zügig hintereinander und dann teilt einem die freundliche Stimme mit, das man "einen" nicht länger warten lassen möchte, und zu einem späteren Zeitpunkt noch versucht werden solle, anzurufen. Danach zeigt mein Telefon mir an: 3 Einheiten. Schön, ich hab eine Flatrate, da geht das in Ordnung. Wenn dann wenigstens mal Jemand rangehen würde.
An diesem Tag (23.6.), ein Mittwoch, keine Nachmittagssprechstunde, bin ich nicht durchgekommen, dafür dann am Donnerstag Vormittag nach etlichen weiteren Versuchen.
Die äh nette *hust* Dame am Telefon beantwortete meine Fragen, und ich erfuhr, das ich die schriftliche Zusage mailen oder faxen sollte, gleich mit Angaben wann ich keine Zeit hätte (zB Urlaub) und welche Klinik ich wählen würde.
Klinik wählen? Wieso? Ich wusste nicht, das ich eine Auswahl habe. Na DRK-Klinik Mitte und Köpenik. *Plop* machte meine Seifenblase.
Und die Schloßparkklinik?, fragte ich. Nein. Die nicht.
Im Adipositas Forum machte ich meinem Ärger Luft. Ärger weil Frau Doktor mich nicht darüber aufgeklärt hatte, das ich woanders operiert werden würde als ich dachte. In dem Moment war das eine große Sache für mich. Die Schloßparkklinik kannte ich, die andere nicht. Köpenik kommt für mich nicht in Frage, erstens noch weiter weg und zweitens operiert da ein anderer Arzt, von dem ich noch kaum etwas gehört habe, ich hatte mich in eine andere Richtung informiert. Inzwischen ist der Ärger abgeklungen. Ich habe im Forum 2 positive berichte aus der DRK-Klinik in Mitte gefunden, keinen negativen, und es gibt eine SHG die sich dort trifft, da werde ich am 9.7. hingehen.
Im Forum habe ich zudem noch eine nette "Leidensgenossin" gefunden, die in meiner Nähe wohnt, im selben Jahr geboren wurde wie ich, genauso viel wiegt und genauso groß ist wie ich. Sie hat auch gerade ihre Zusage bekommen (etwas vor mir) und nun hoffen wir, das wir zusammen OP-Termin und Krankenhaus Aufenthalt haben. Ist natürlich sehr unwahrscheinlich, aber Hoffen ist erlaubt. Telefoniert haben wir schon und vielleicht essen wir Montag ein Kügelchen Eis zusammen.
Ich habe am 8.7. einen Termin bei meiner Ärztin, wo nun Aufgrund der Zusage OP-vorbereitend ein Labor gemacht wird, den Termin hatte ich praktischerweise schon. Die schriftliche zusage werde ich am Montag entweder faxen oder persönlich abgeben, da auf keine meiner Mails an die Praxis je eine Reaktion kam. Heidi (die Leidensgenossin aus dem Internetforum) und ich haben uns überlegt uns der Praxis als Telefon-Fräulein anzubieten gegen gute Bezahlung.
Am liebsten würden wir beide bei Proffessor Lange anklopfen und den OP-Termin vorverlegen.
Die Wirklichkeit sieht so aus: Schriftliche Zusage abgeben, dann kommt man auf die OP-Liste, nach der die Termine gemacht werden. Und dann warten bis man bescheid bekommt wann der Termin ist.
Im Adipositas Forum habe ich jetzt mal in das Thema Flüssig-Phase vor der OP reingesehen, und einen Haufen neuer Fragen aufgeworfen, die ich hoffentlich auch am 8.7. bei Frau Doktor beantwortet bekomme.
Verbunden mit der Flüssig-Phase traten Begriffe wie Ketose auf, die ich bei Wikipedia nachgeschlagen habe. Halte das nicht wirklich für erstrebenswert, aber dazu dann später mehr, wenn ich hoffentlich genaueres weiß.

Der Antrag ist raus

Im Mai wurde mir auf Anfrage mitgeteilt das der Antrag an die Krankenkasse raus ist. Ich rechnete mit Wartezeit.
Im Juni begann ich wieder in den Adipositas-Foren zu lesen. Bei einem Termin bei Frau Doktor bekam ich die Empfehlung mal bei der Krankenkasse nachzufragen, ob der Antrag eingegangen ist, da es schon vorgekommen ist das Anträge innerhalb der Krankenkasse verschwunden sind.
Bei einem Anruf dort erfuhr ich, der Antrag ist eingegangen und an den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) weitergeleitet worden. Aus den Foren wusste ich das ist normal so. Ich sollte vermutlich bis Ende Juni Bescheid haben sagte die nette Dame am Telefon.
So und nun wurde ich nervös. Was wenn sie nein sagen? Ist das dann ein Zeichen und ich soll es lassen? In den Foren hatte ich auch schon von Todesfällen gelesen. Was wenn ich die eine von 100 bin die es trifft. Aber wenn ich sterben soll passiert es sowieso. und die Zeit, die mir noch bleibt möchte ich fit und gesund sein, und nicht fett und krank.
Gerade hatte ich den Entschluss gefasst bis Anfang Juli zu warten, und dann noch einmal bei der KK anzurufen, da kam am 23.6.10 um halb elf der Anruf der Krankenkasse.
Kloß im Hals. Frau *Piep*? - Ja? - Hier ist Frau Lange von der SBK, sie hatten einen Antrag auf Übernahme .... - ja (man laber nicht sags einfach, ja oder nein?) - sie sprach davon das wir uns ja aus der ernährungsberatung kennen würden, und sie meinen fall ja schon interessiert mitverfolgt hätte und das sie sich nun freuen würde mir sagen zu dürfen das unter bedingungen der antrag bewillig sei. - ... oh. ja. äh. schön. - da haben sie nicht mit gerechnet, oder? - ich hab mit garnichts gerechnet, ich war die ganze Zeit völlig unklar was kommt - ... und dann hat sie mir die Auflagen genannt, welche Bewegungsangebote wahrnehmen, Ernährungsberatung wahrnehmen und Behandlung einer Essstörung, alles langzeitlich, sind. Ja, damit kann ich leben.
Das war wie ein Traum, ich hab es zunächst garnicht richtig begriffen (damit fange ich jetzt erst an seit Gestern). Die schriftliche Zusage kam am 25.6.2010.

Antrag vorbereiten

Nun hatte ich von verschiedenen Ärzten Atteste zu holen, Termine bei einer Psychologin wahrzunehmen (auch für ein Attest) und alte Informationen rauszusuchen (wie ich wann wieviel abgenommen hatte und wie ich wann wieviel wieder zugenommen hatte, Ernährungsprotokolle aus Zeiten vor meiner Ernährungsberatung und aus Zeiten wärend der Ernährungsberatung (oder neu schreiben)) und ich sollte meine sportlichen Aktivitäten nieder schreiben.
Leider wollen alle Ärzte mal mehr mal weniger Geld für die Atteste haben, und man muss zunächst einen Termin machen, dann erscheinen und alles erklären und dann auf das Attest warten. Das kann unter Umständen ganz schön dauern. Ich habe vom Hausarzt, vom Orthopäden, vom Nephrologen und vom Psychologen Atteste gesammelt, WeightWatchers Ausweise kopiert und in der Schwimmhalle einen Beleg fürs Aquafitness eingeholt.
Es gingen einige Monate ins Land bis ich alles zusammen hatte. Als ich dann bei meiner Adipositas-Praxis anrief, um einen Termin zu machen (weitere Fragen abklären und die Atteste abgeben), wurde mir gesagt ich soll alles per Post schicken, man würde sich dann melden...
Zunächst hatte ich das auch vor, aber dann wollte ich doch lieber persönlich vorsprechen. Da das Leben ja nebenher noch weiter läuft und ich mit drei Kindern nie über Langeweile klagen kann vergingen einige Wochen bis ich wieder anrief und um einen Termin bat. Wieder hieß es, ich solle die Unterlagen mit der Post schicken. Wieder sagte ich ja und ärgerte mich danach über mich.
Wieder vergingen einige Wochen. Beim dritten mal bestand ich auf einem Termin, der dann leider auch noch ein bisschen in der Ferne lag.
Als ich dann endlich bei Frau Doktor im Sprechzimmer saß bekam ich erstmal einen Rüffel, das ich so lange nicht erschienen war. Hmpf.
Da nun einige Atteste schon nicht mehr so frisch waren sollte nun alles etwas schneller gehen, und zu allem Ärger hatte ich auch noch etwas falsch gemacht mit den Ernährungsprotokollen. Magenspiegelung, EKG (oder war es EEG?) und Ultraschalltermine wurden angesetzt und ich bekam schon einmal Papiere über die OP mit, die ich alle lesen sollte.
Bei dem Termin für Ultraschall und EKG ließ ich mir dann endgültig nochmal erklären, wie mein Ernährungsprotokoll aussehen sollte. Darauf hin hab ich es dann auch endlich hinbekommen, brav eins zu schreiben. Knäckebrot und Quark zum Frühstück und so, 2 Wochenlang, aber ich habs durchgehalten. Die Magenspiegelung war nicht halb so schlimm wie ich geglaubt hatte.
Ich hatte dafür einen termin in der Praxis-für-Innere-Medizin am Walther Schreiber Platz. Ich musste nicht lange im Wartezimmer sitzen, sollte mich dann etwas frei machen und auf die Liege legen (die hätte von mir aus etwas breiter sein dürfen, aber es ging). Dann bekam ich wie gewünscht eine kleine Spritze (ich hasse Spritzen, aber die tat garnicht weh) und kam in einem anderen Raum auf selbiger Liege wieder zu mir. Ich sollte noch kurz im Wartezimmer Platz nehmen, und kurz darauf durfte ich gehen.
Nachdem ich zu guter letzt im März 2010 die letzten Papiere abgegeben habe bei meiner Ärztin, wurde mir gesagt, man müsse nun noch etwas Papierkram erledigen und ein Gutachten schreiben und wenn dann der Antrag an die Krankenkasse rausgeht würde man mir das telefonisch mitteilen. Bewaffnet mit meinem nächsten Termin ging ich heim.
Das es insgesamt so lange gedauert hat bei mir, lag wohl daran das ich mich zunächst genauestens informiert habe, mir Zeit gelassen habe für eine Entscheidung und dann wärend des Atteste-Sammelns noch ein letztes mal versucht habe ohne OP abzunehmen.
Nun stand mein Entschluss fest, ich war und bin mir sicher ohne OP werde ich nie schlank sein.

was nun?

Ich hatte wirklich überhaupt nicht damit gerechnet, das man mir eine Operation vorschlagen würde. Eine Operation an einem völlig gesunden Organ.
Ich will da jetzt nicht allzu weit in die Tiefe gehen, nur so viel, ich habe auch ein paar organe die nicht ganz so sind wie es am besten wäre, aber ich kann gut damit leben. Nur eben mein magen, der macht immer brav alles mit, was ich ihm antue. Riesen Portionen verarbeitet er ohne zu murren (ja ich weiß, ich sollte keine riesen Portionen essen), außer ab und an Sodbrennen hab ich nie Magenbeschwerden.
Aber Frau Doktors lange Rede hatte mein gehirn erfasst und nun arbeitete es in mir. Und mir ging der Gedanke im Kopf herum, das es nur logisch ist, ich kann so nichts erreichen, alles versucht, keine dauerhaften Erfolge. Wenn das endlich aufhören soll, scheint so eine OP der einzige Ausweg zu sein. Aber warum denn nun ein Magenbypass? Davon hatte ich auch noch nie etwas gehört, wohingegen Magenband ein Begriff war für mich.
Ich begann im Internet zu suchen nach Informationen über den Bypass. Dabei stieß ich auf Adipositas Foren, vollgestopft mit Informationen. Und auf 2 Selbsthilfegruppen in Berlin, die ich dann auch bald besuchte. Bevor ich noch überhaupt sicher war, ob ich so eine Operation überhaupt will, wollte ich genau wissen warum Bypass und nix anderes. Das es etliche andere Möglichkeiten gab, hatte ich in den Foren entdeckt. Die eine SHG traf und trifft sich in der MIC, eine Klinik für Minimal invasive-Chirurgie in Zehlendorf. Dort ging ich zuerst hin und war erstaunt über die freundliche Aufnahme, die teilweise imensen Abnahmerfolge und die unterschiedlichen Schicksale. In dieser Klinik gibt es einen Doktor, der auch Adipositas Chirurgie durchführt, aber nicht mit meiner Ärztin zusammen arbeitet. Die Klinik machte einen sehr guten Eindruck, und jemand schlug mir vor mir eine zweite Meinung einzuholen bei diesem Arzt. ich bekam auch sehr schnell einen Termin, wo ich mit vielen Fragen erschien. Der Doktor nahm ich Zeit für mich, und nach kurzen Fragen bekam ich von ihm die gleiche Aussage wie von meiner Ärztin. Ich sagte gerade heraus, das ich zuerst dort war, aber er beantwortete trotzdem weiter freundlich und ruhig alle meine Fragen und gab mir einen Batzen Unterlagen mit, für die weiteren Schritte.
Nach diesem Gespräch wusste ich nun sicher, für mich ist ein Magenbypass das Beste, ein Magenband kommt nicht in Frage.
Aber nun wusste ich nicht mehr bei welchem Arzt ich die weiteren Schritte machen würde.
Ich habe Pro und Kontra abgewogen und mir die Entscheidung nicht leicht gemacht.
Für meine Ärztin entschied ich mich unter anderem aus folgenden Gründen:
Bei ihr gibt es eine "lebenslange" Nachsorge und Begleitung,
ihre Praxis ist nicht so weit entfernt wie die MIC-Klinik (wo auch ein Adipositas-Zentrum entstehen soll) und der Arzt, mit dem meine Ärztin zusammen arbeitet operiert in der Schloßparkklinik, die ich kenne, und die eine angenehme Entfernung zu meinem Wohnort hat.